EILUN FEER SKUUL
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Gymnasium & Gemeinschaftsschule Insel Föhr
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Presseberichte
Presseberichte des Jahres 2010
100 Jahre Wyk - Wyker Gezeiten
WYK Die dahinter steckende Arbeit und der Zeitaufwand lassen sich wohl nur erahnen: „Wyker Gezeiten – 100 Jahre Stadtrecht Wyk auf Föhr“ ist ein Präsentationsprojekt des 13. Jahrgangs des insularen Gymnasiums unter der Leitung der Lehrer Joachim Freytag und Volker Sonnenberg. Wyks Bürgermeister Heinz Lorenzen hatte die Anfrage gestellt, ob die Schule mit einer Ausstellung zum Stadtjubiläum beitragen könne. Seit Beginn des Schuljahres im vergangenen Sommer haben sich 18 angehende Abiturienten mit den vier großen Hauptthemen Städteentwicklung, Tourismus, Bevölkerung und Politik der Stadt Wyk beschäftigt, wobei das erste Schulhalbjahr der Recherche diente. In den Archiven des Dr. Carl-Häberlin-Friesen-Museums und dem Fotografien-Fundus von Wil-helm Ellermann in der Alkersumer Fering-Stiftung lagern viele Materialien, die von den Schülern gesichtet, sortiert und ab dem zweiten Halbjahr zu einer Präsentation zusammengestellt wurden. „Die Initialzündung erfolgte dann nach dem Besuch des Volkskundemuseums in Schleswig“, berichtet Freytag, nach einem Einfüh-rungskurs in Museumsdidaktik habe es in den Schülern „klick“ gemacht, so dass sie ein konkretes Bild davon bekamen, wie eine his-torische Ausstellung auszusehen habe. Freytag spricht auch von dem „Dreiklang“ – Text, Leitobjekt, Sachtext, den drei Säulen zur Dokumentation historischer Verläufe: „Die Präsentation soll zum sinnlichen Erlebnis mit unterschiedlichen Medien werden“, so Freytag, der daraufhin nicht ohne Stolz auf selbst hergestellte Ausstellungswände, Plakate und Videosäulen zeigt. Nach der Erstellung des „Rohbaus“ wird das gesamte Ma-terial ins Friesenmuseum transportiert, wo dem Besucher 100 Jahre Wyker Stadtgeschichte didaktisch aufgearbeitet präsentiert wird. Dioramen stellen Wyk- früher und heute - gegenüber, Monitore zeigen auf alten Super-8- Filmen den Kurbetrieb auf dem Sandwall anno dazumal und die deutsch-dänische Abstimmung von 1920 wird mit einer Original-Wahlurne und alten Wahlplakaten noch einmal Ge-genwart. Ein „historischer“ Bikini, ersteigert im Internet, und ein „antiker“ Herrenbadeanzug (Museum Oevenum), sowie ein alter Sessel von Dr. Carl Gmelin sind ebenso Zeitzeugen wie ein Film, der die Besiedelung Wyks seit 1910 und die Eingemeindung Boldixums zeigt. „Ich denke, wir haben uns ganz wacker geschlagen“, lobt Freytag seine Schüler und bedauert gleich-zeitig, dass die neue Oberstufen-verordnung solche Projektkurse gar nicht mehr vorsieht, denn „So-zial-, Methoden-, Sach- und Selbstkompetenz“ seien für einen Schüler unverzichtbar. Die Ausstellung im Dr. Carl- Hä-berlin- Friesenmuseum kann vom Samstag, den. 29.Mai bis Sonntag, den 20. Juni besucht werden, immer zu den üblichen Öffnungszeiten.
ger, Der Inselbote, 26.5.2010

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